• Ladenlokal Erdgeschoss _ JBW ARCHITEKTEN
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  • Rekonstruierte Stuckdecke Erdgeschoss _ JBW ARCHITEKTEN
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  • Treppe _ JBW ARCHITEKTEN
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  • Ladenlokal Untergeschoss _ JBW ARCHITEKTEN
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  • Ansicht Fassade _ JBW ARCHITEKTEN
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  • Grundriss Erdgeschoss _ JBW ARCHITEKTEN
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UMBAU LADENLOKAL

VENLOER STRASSE 16

KÖLN
UMBAU
BESCHREIBUNG

Umbau und Sanierung einer Gewerbeeinheit in einem denkmalgeschützten Objekt durch Architekten Janssen + Becker-Wahl.

Das Haus Venloer Straße 16 in Köln wurde im Stil der Neorenaissance als Wohn- und Geschäftshaus um 1885 erbaut. Es ist eines der letzten in diesem Bereich der Venloer Straße noch erhaltenen Gebäude der Gründerzeit und weist eine prägnante Fassadengestaltung, zum Teil mit einer aufwendigen Werksteinbekleidung auf.

Planerische Aufgabe war es die Nutzungseinheit gemäß den gegenwärtigen Anforderungen der Technik umzubauen sowie zu sanieren und gleichzeitig den ursprünglichen Charakter der Räumlichkeiten des Baudenkmals wiederherzustellen.
Das Objekt wurde bis auf die tragende Struktur entkernt. Die aus den 1950er Jahren stammende Holztreppe an der Fassadenseite Venloer Straße wurde zurückgebaut und durch eine einläufige Treppe im Nebenraum der Nutzungs-einheit, im Bereich des ursprünglichen Treppenabgangs, ersetzt. Die Sanierungs- und Umbauarbeiten wurden in enger Abstimmung mit dem Amt für Denkmalschutz der Stadt Köln geplant und ausgeführt.

Prägend für das räumliche Erscheinungsbild des Erd- geschosses ist die raumgliedernde, mit floralen Stuck-ornamenten besetzte Kassettendecke. Die bestehende Stuckdecke wies großflächige Beschädigungen auf, konnte aber unter einer neu eingebrachten Schall- und Brand- schutzertüchtigungsdecke, erhalten werden. Die neue Unterdecke entspricht in ihrer Geometrie und Ornamentik dem historischen Vorbild.

Auch die preußische Kappendecke des Untergeschosses wurde brandschutztechnisch ertüchtigt. Das Ziegel- mauerwerk des Gewölbes wurde ergänzt und die Oberf- lächen durch ein Sandstrahlverfahren von altem Farb- auftrag befreit, sodass das Sichtmauerwerk des Keller- gewölbes nun in neuem Glanz erstrahlt.
Die ursprüngliche Sand- Kiesschüttung oberhalb der Kappendecke wurde gänzlich aufgenommen. Zum einen war dies zur Entlastung der bestehenden Deckenkonstruktion unabdingbar. Zum anderen konnten sämtliche haus- technische Leitungen, auch für die Versorgung der oberen Nutzungseinheiten, in dem mit Leichtbeton aufgefüllten Hohlraum zwischen Oberkante Kappendecke und Heiz- estrich unsichtbar geführt werden.

Der Oberboden des Erdgeschosses wurde als klassischer Walzterrazzo, angelehnt an das historische Vorbild, jedoch bewußt in einer modernen Interpretation ohne Randfries ausgeführt. Es entsteht der Eindruck eines flächigen, durchgängigen Oberbodenbelags, dessen hochwertiges Erscheinungsbild nicht zuletzt durch das im Licht reflek- tierende, eingestreute verspiegelte Glasgranulat unterstrichen wird.

Die Fenster- und Türanlagen wurden aus schlanken Stahl- profilen mit aufgeschweißter Profilierung hergestellt.

Um auch langfristig eine flexible Nutzung der Einheit zu gewährleisten, wurden bereits die dafür notwendigen Elektrotechnikanschlüsse für eine etwaige Büronutzung vorgerichtet.

PROJEKTDATEN
Fertigstellung
2013
Bilder
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PLÄNE